
Heppenheim, 02. März 2011 – Deutsche Unternehmen verschenken je Mitarbeiter 19.566 Euro, wenn sie eine Gehaltserhöhung von zwei Prozent auszahlen, statt den Betrag in eine firmeneigene Betriebsrente einzuzahlen. Bei 1.000 Mitarbeitern summiert sich der Betrag zu knapp 20 Mio. Euro. Den Beschäftigten bringt die Umwandlung der Gehaltserhöhung in einen Beitrag zur betrieblichen Altersvorsorge (bAV) einen Vorteil von 28.480 Euro. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Musterrechnung von dem auf bAV spezialisierten Beratungshaus Auxilion.
„Die betriebliche Altersvorsorge wird in den meisten Unternehmen immer noch als Kosten- oder Risikofaktor wahrgenommen und dementsprechend vernachlässigt. Dabei wird jedoch übersehen, dass bAV ein hervorragendes Instrument der Innenfinanzierung ist, das die Eigenkapitalquote erhöht und somit mehr unternehmerische Freiheit ermöglicht“, sagt Joachim Bangert, Gründer und Vorstand von Auxilion.
Die Berechnungen von Auxilion gehen von einem 35-jährigen Arbeitnehmer mit einem monatlichen Bruttogehalt von 2.600 Euro und einer 2-prozentigen Lohnerhöhung in Höhe von 52 Euro im Monat aus. Im Verlaufe von 32 Jahren bis zum Renteneintritt summieren sich die Beträge aus der einmaligen Lohnerhöhung zu einem Gesamtbetrag von 20.020 Euro. Hinzu kommen für den Arbeitgeber Lohnnebenkosten von insgesamt 4.004 Euro. Erhält der Arbeitgeber von seinem Beschäftigten die monatliche Lohnerhöhung in Form einer Entgeltumwandlung für die betriebliche Altersvorsorge und verzinst diese mit 5 Prozent, dann bietet er seinem Arbeitnehmer am Ende seiner Berufstätigkeit eine Versorgungszusage von 48.500 Euro. Demgegenüber steht ein Betrag von 68.064 Euro, den der Arbeitgeber im Verlauf der 32 Jahre durch gesparte Sozialabgaben, Steuervorteile und eine Kapitalverzinsung von sechs Prozent erzielt. Somit bleibt dem Unternehmen zusätzliche Liquidität in Höhe von 19.566 Euro.
Mit dem zusätzlichen Eigenkapital, das Unternehmen aus der Umwandlung der Lohnerhöhung in eine Versorgungszusage gewinnen, können sie Fremdverbindlichkeiten ablösen, Rechnungen bar mit Skontoabzug bezahlen, ihre Kreditwürdigkeit erhöhen, bankenunabhängig in weiteres Wachstum investieren oder ein finanzielles Polster für Unvorhersehbares aufbauen – und das alles ohne Pensionsrückstellungen, die die Bilanzen belasten. Gleichzeitig ist die firmeneigene Betriebsrente ein Instrument der Personalpolitik, das die Mitarbeiterbindung und Leistungsbereitschaft der Beschäftigten stärkt und angesichts des Führungskräftemangels die besten Köpfe für das Unternehmen gewinnt.