vom 18.05.2009

Betriebsrente stärkt die Liquidität

von Peter Köhler

Unabhängiges Angebot abseits der Banken und Versicherungen schafft Freiräume.

Angesichts der dramatischen Auswirkungen der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise verwenden viele Mittelständler immer größere Anstrengungen auf die Sicherung ihrer Zahlungsfähigkeit. Dies gilt umso mehr, als sich der Zugang zu Krediten nach einer Umfrage der staatlichen KfW Bankengruppe weiter verschlechtert hat, sei es durch ein knapperes Angebot oder auch strengere Dokumentationspflichten für Investitionen beziehungsweise steigende Forderungen nach Sicherheiten. Bei der jüngsten Unternehmerbefragung des staatlichen Förderinstituts in Frankfurt lautete die Prognose nüchtern: „Es ist zu befürchten, dass sich die Finanzierungssituation in den nächsten Monaten weiter verschärfen wird.“ Derzeit könne zwar noch nicht von einer allgemeinen, flächendeckenden Kreditklemme gesprochen werden, konstatiert die KfW, allerdings mehren sich offensichtlich die Signale, das die Kreditverhandlungen zwischen Unternehmern und Banken in einem raueren Klima geführt werden.

Da der Zugang zu externen Finanzierungsquellen auf absehbare Zeit nicht leichter werden dürfte, konzentrieren sich viele Finanzvorstände und mittelständische Unternehmer auf die interne Optimierung ihrer finanziellen Ressourcen. Dazu bietet beispielsweise die auxilion AG mit Sitz in Heppenheim ein nach eigenen Angaben bankenunabhängiges Modell zur betrieblichen Altersversorgung an. „Was bisher wenig bekannt ist: Mit Hilfe einer unabhängigen Betriebsrente können Unternehmen ihre Liquidität deutlich steigern und sich vor den Folgen der Krise besser schützen“, meint auxilion-Vorstand Joachim Bangert. Zugleich könne der Unternehmer so die Mitarbeiterzufriedenheit spürbar erhöhen und erfolgreich ein Bewusstsein für Werte vermitteln.

Möglich werde dies, wenn die Betriebsrente von Experten strikt nach den jeweiligen Unternehmensbedürfnissen gestaltet wird und konsequent auf Banken- bzw. Versicherungsprodukte verzichtet. Eine solche Rente basiert auf dem Prinzip der Entgeltumwandlung und nutzt den Zinseszinseffekt für eine nachhaltige Verbesserung der Innenfinanzierung. Dauerhafte Liquiditätssteigerungen in Höhe von bis zu 25 Prozent der gesamten Personalkosten seien auf diese Weise möglich, meint Bangert. Für ein Unternehmen mit 100 Mitarbeitern bedeute dies eine Mehrliquidität in Höhe von einer Mio. Euro innerhalb von nur fünf Jahren, rechnet das auxilion-Management vor. Üblicherweise liege die Entgeltumwandlung bei durchschnittlich 150 Euro. Für die Mitarbeiter entstünden aber keine Kosten, versichert das Management. Die Beschäftigten zahlten vom ersten Euro an voll in ihre Altersversorgung ein, und das ohne Abzug der versicherungsüblichen Provisionen.

Somit profitierten auch die Mitarbeiter von dieser Lösung – nicht nur durch die gestiegene Krisenresistenz ihres Arbeitgebers: Denn ihnen biete eine solche Betriebsrente eine Altersvorsorge, die Dank ihrer Absicherung über den Pensionssicherungsverein eine „beispiellos hohe Sicherheit“ biete und darüber hinaus mit einer garantierten Verzinsung von üblicherweise fünf Prozent außergewöhnlich renditestark sei.

Der Pensionssicherungsverein ist der gesetzlich verankerte Schutzverein für Betriebsrenten, der seit rund 30 Jahren existiert. Mehr als 60 000 Mitgliedsunternehmen und mehr als zwölf Mio. Anwartschaften werden über ihn abgedeckt. Im Insolvenzfall wird durch Umlageverfahren der gesamte Betriebsrentenanspruch abgesichert – beim auxilion- System seien das nicht nur die Beiträge, sondern auch die Zinsen, sagt Vorstand Bangert.

Geeignet sei dieses System für gesunde mittelständische Unternehmen ab einer Größe von 100 Mitarbeitern. Ihnen biete sich so die Möglichkeit, die aktuelle Krise auch ohne schmerzhafte Maßnahmen wie etwa Entlassungen erfolgreich zu überwinden und zugleich die Mitarbeiterbindung zu stärken.

Entlassungen können laut Bangert in der aktuellen Krise verhindert werden, da ein Gehaltsverzicht in Verbindung mit hoher Beteiligung dem Unternehmen einen deutlichen Liquiditätszuwachs beschere. Anders als bei einer Entlassung bekämen aber alle Mitarbeiter im Gegenzug eine wertäquivalente Betriebsrente. „Es gewinnen beide Seiten“, meint der Altersvorsorgefachmann. Bei einem Jobwechsel nehme der Mitarbeiter seine Ansprüche (Sparbuch) mit. Eine Auszahlung erfolge zur Planungssicherheit der Unternehmen aber erst im Leistungsfall, also bei Rentenbeginn oder Tod. auxilion ist nach seiner Selbstdarstellung ein eigentümergeführtes und „vollkommen banken- und versicherungsunabhängiges Beratungshaus“. Wettbewerber sind die klassischen Versicherer und auf die betriebliche Altersvorsorge spezialisierte Beratungshäuser.

Üblicherweise sind Mittelständler durch das unübersichtliche Angebot schnell überfordert. Deshalb ist ein Unternehmer sicher gut beraten, wenn er sich von einem Fachmann über die Produkte unabhängiger oder mit Banken und Versicherungen verbundener Unternehmen neutral informieren lässt.

Artikel herunterladen
© 2009 auxilion AG Heppenheim